Ich habe einen weiteren geschlossenen Thread gelesen, in dem es darum ging, dass ein Nutzer aufgrund der Infinite-Scroll-Funktion nicht an das Footer-Element gelangt. Das Problem wurde nicht gelöst. Es wurden Bedenken geäußert, dass es sich um ein UX-Problem handelt – was es mit Sicherheit ist. Mir wurde jedoch darauf hingewiesen, dass es sich um ein Barrierefreiheitsproblem handelt.
Das Problem:
Obwohl der Nutzer Eingaben tätigt, also scrollt, beabsichtigt er nicht zwangsläufig, das Infinite-Scroll zu aktivieren. Stattdessen könnte die Absicht darin bestehen, das Footer-Element zu erreichen, um zusätzliche Informationen oder Unterstützung zu erhalten.
Jede Community, die dieses Setup verwendet, wird das Level A der WCAG 2.1 nicht bestehen.
Level A gilt als die grundlegendste und wesentlichste Stufe der Web-Barrierefreiheit.
Ich habe eine Community geprüft und würde dieses Problem als Verstoß gegen folgende Erfolgskriterien einstufen:
2.2.2 Anhalten, Stoppen, Ausblenden (Level A) Kritisch
Für alle sich automatisch aktualisierenden Informationen, die (1) automatisch starten und (2) parallel zu anderen Inhalten dargestellt werden, muss es einen Mechanismus geben, mit dem der Nutzer sie anhalten, stoppen oder ausblenden kann oder die Häufigkeit der Aktualisierung steuern kann, es sei denn, die automatische Aktualisierung ist Teil einer Aktivität, bei der sie unverzichtbar ist.
3.2.5 Änderung auf Anforderung (Level AAA) Schwerwiegend
Kontextwechsel werden nur auf Anforderung des Nutzers ausgelöst, oder es steht ein Mechanismus zur Verfügung, um solche Änderungen zu deaktivieren.
Die Lösung:
- Fügen Sie einen „Weitere Beiträge laden"-Button zum Feed hinzu, um den Nutzern die Kontrolle zurückzugeben.
- Geben Sie den Nutzern die Möglichkeit, auszuwählen, wie viele Beiträge sie gleichzeitig anzeigen möchten, damit diejenigen, die eine noch „unendlichere" Erfahrung wünschen, dies tun können.
Es ist nicht wirklich akzeptabel zu sagen: „Wenn Ihnen dieses Setup nicht gefällt, wählen Sie ein anderes". Dieses lässt sich leicht benutzerfreundlicher gestalten und sollte es auch sein. Für viele unserer Kunden ist dies eine ethische und rechtliche Verpflichtung.
Hoffentlich hilft dies, die Notwendigkeit der erforderlichen Änderungen zu untermauern.