Wirklich? Du hast behauptet, der Leser sei kompetenter als der Autor darin zu wissen, was dieser beabsichtigt. Das ist respektlos gegenüber dem Autor, der möglicherweise triftige Gründe hat, einen Link in einem neuen Tab/Fenster öffnen zu lassen – beispielsweise, wenn das Ziel nützliche Referenzinformationen enthält, auf die der Leser zugreifen möchte, während er auf der ersten Seite weiterliest, oder wenn der Autor weiß, dass die Zielseite die „Zurück“-Taste deaktiviert und den Leser daran hindert, zurückzukehren, falls er dies wünscht (nur zwei Beispiele von vielen völlig guten Gründen, einen Link in einem neuen Tab zu öffnen).
Zudem zeigt dein Kommentar die Annahme, dass alle Leser technisch versiert sind und wissen, wie man Links gegebenenfalls in einem neuen Tab öffnet – was außerhalb der Tech-Blase alles andere als der Fall ist.
Als Leser bin ich dankbar für Autoren, die die in HTML verfügbaren Funktionen angemessen nutzen, um meine Benutzererfahrung zu gestalten. Als Autor möchte ich die Benutzererfahrung gegebenenfalls vorab steuern können.
Die Option, eine Präferenz für eine Website (nur für angemeldete Besucher) einzurichten, wonach ALLE externen Links in einem neuen Tab geöffnet werden, wirkt sowohl ungewöhnlich (nahezu nicht standardkonform) als auch wie ein sehr grobes Werkzeug. Manchmal ist es weder aus Sicht des Lesers noch aus Sicht des Autors (oder beider) angemessen, einen externen Link in einem neuen Tab zu öffnen. Manchmal ist es hingegen angemessen, einen internen Link in einem neuen Tab zu öffnen (z. B. ein Link zu einem Glossar, das beim Weiterlesen offen gehalten werden soll).
Offen gesagt wirken deine Kommentare auf mich sowohl belehrend als auch autoritär. Du suggerierst, der Nutzer müsse entweder alle externen Links in einem neuen Tab öffnen lassen oder in jedem Einzelfall eine Entscheidung treffen, bevor er etwas über den Inhalt oder das Verhalten der verlinkten Seite weiß, und dass der Autor keine Möglichkeit haben sollte, den Leser durch eine eigenständige Entscheidung zu führen.
Das ist jedoch keine Rechtfertigung dafür, eine in den meisten Editoren verfügbare Funktion nicht bereitzustellen.
Vielleicht meinst du eigentlich, dass du es aus persönlichen Gründen selbst nicht tun möchtest – das wäre in Ordnung. Ich nehme an, du bist nicht der einzige Entscheidungsträger, auch wenn du Mitbegründer bist (von Discourse vermutlich – dafür zolle ich dir trotzdem Respekt und Anerkennung).