Hallo,
Wir befinden uns derzeit mitten in der Umsetzung der DSA-Compliance. Dazu gehört auch die Überprüfung unserer Nutzung von Discourse, da unser Diskussionsforum unter dem DSA als „Online-Plattform“ eingestuft wird.
Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, gibt es nun einen standardisierten Transparenzbericht zur Inhaltsmoderation, der unsere bisherige Flexibilität einschränkt. Zusätzlich dazu müssen wir relevante Begründungserklärungen in die DSA-Transparenzdatenbank einreichen, und dabei sind wir auf einige Einschränkungen der Moderationsfunktionen in Discourse gestoßen.
Insbesondere müssen wir in der Lage sein, strukturierte Informationen konsistent zusammen mit Moderationsentscheidungen zu erfassen:
- Erweiterte, benutzerdefinierte Sperrgründe, die wir an die standardisierte Taxonomie des DSA anpassen können. Derzeit ist es nicht möglich, zusätzliche Sperrgründe hinzuzufügen, sondern nur die vorhandenen vordefinierten Gründe umzubenennen.
- Ob die Entscheidung sich auf illegale Inhalte oder einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen bezieht.
- Die vertragliche Grundlage für die Entscheidung.
- Die Informationsquelle (Benutzerbericht, Moderation auf eigene Initiative, Trusted Flagger usw.).
Es scheint nicht möglich zu sein, benutzerdefinierte Dropdown-Menüs in der Sperr-UI zu konfigurieren, um diese Informationen zu erfassen, aber bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre. Wir können zusätzliche Informationen über das Feld „E-Mail-Nachricht“ bereitstellen, aber das fühlt sich nicht wie eine tragfähige Langzeitlösung an, da es unsere Moderatoren stark belastet und uns nicht die strukturierten Daten liefert, die wir uns wünschen.
Es würde mich sehr interessieren, wie andere EU-Kunden (und Discourse selbst?) die Anforderungen an den standardisierten DSA-Transparenzbericht und die Begründungserklärungen handhaben und ob in diesem Bereich zusätzliche Funktionen geplant sind. Wir möchten auf keinen Fall von Discourse weggehen, daher hoffe ich, dass wir eine Lösung finden können – jeder Rat ist willkommen!